Infos & Service

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

Unsere Krankenhäuser bieten Diagnostik und Therapie für die verschiedensten Krankheiten an.

Mehr Angst vor den Schmerzen als vor der Operation selbst?

v.l.n.r.: Raimond Ehrentraut, Dr. Susanne Sauer, Maria Beil, Sylvia Azak, Dr. Carsten Brummerloh

Liebe Patientinnen und Patienten!
Sowohl vor als auch nach einer Operation können Schmerzen auftreten. Schmerzen haben eine natürliche Schutzfunktion, können den Heilungsprozess aber auch verzögern. Deshalb wird die Behandlung von Schmerzen als ein wesentlicher Bestandteil der Therapie nach Operationen angesehen.
Seit 2004 gibt es im St. Joseph-Stift Bremen einen Akutschmerzdienst, der sich in Zusammenarbeit mit den operativen Fachbereichen um die Schmerztherapie kümmert. Man kann nicht voraussagen wie stark jemand nach einer Operation beeinträchtigt sein wird, aber Sie können darauf vertrauen, dass aus der Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten, die für Sie geeignete gewählt wird, um Sie bei Ihrem Genesungsprozess optimal zu unterstützen und weitgehend schmerzfrei zu halten.
Unser Konzept der durchgängigen Schmerztherapie trägt jedem einzelnen Behandlungsschritt Rechnung, beginnend mit der OP-Vorbereitung, der Operation selbst, über den Aufwachraum bis hin zum Aufenthalt auf Station. Nicht immer wird man eine völlige Schmerzfreiheit erreichen, aber in jedem Fall werden die Schmerzen auf ein gut erträgliches Maß reduziert.
Die Sie behandelnden Ärztinnen und Ärzte werden Sie über das für Sie geeignete Schmerzbehandlungsverfahren ausführlich informieren.

Medikamente
In unserer Klinik wird eine Kombination aus verschiedenen Verfahren zur Schmerztherapie eingesetzt, die auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen abgestimmt ist.
Üblicherweise erhalten Patienten ein Schmerzmedikament (Analgetikum) regelmäßig nach Zeitplan, beispielsweise als Infusion, Zäpfchen oder Tablette. Dadurch werden die Beschwerden meist deutlich gelindert, so dass viele Patienten keine weiteren Schmerzmittel benötigen. Sollte dennoch eine zusätzliche Therapie notwendig sein, kann an die vorhandene Venenverweilkanüle eine Schmerzmittelpumpe (PCA-Pumpe) angeschlossen werden, über die entsprechende stärker wirksame Schmerzmittel verabreicht werden können.

Schmerzpumpe (PCA-Pumpe)
Dieses Verfahren wird nach bestimmten Operationen zusätzlich zur Basismedikamentation eingesetzt. Die PCA-Pumpe wird an den vorhandenen Venenzugang angeschlossen und vom Patienten selbst bedient. Auf diese Weise kann das Schmerzmittel entsprechend dem individuellen Schmerzempfinden dosiert werden. Die Pumpe ist jeweils so programmiert, dass eine Überdosierung ausgeschlossen ist.

Schmerzkatheter
Bei bestimmten Eingriffen kann durch regionale Betäubungsverfahren (thorakaler Periduralkatheter, Plexuskatheter, Femoraliskatheter, etc.) eine sehr gute Schmerzlinderung erreicht werden. Dazu wird vor der Operation unter örtlicher Betäubung an den schmerzleitenden Nerven ein Katheter angelegt, der über die Operation hinaus erhalten bleibt und über den kontinuierlich Schmerzmittel zugeführt werden.